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Blasengesundheit & Harnwegserkrankungen
Blasenentzündung & Harnwegsinfekte: Pflanzliche Mittel & Durchspülung
Das Brennen beim Wasserlassen, der ständige Harndrang – eine unkomplizierte Blasenentzündung bei gesunden Frauen ohne Fieber lässt sich oft mit pflanzlichen Arzneimitteln und viel Flüssigkeit gut selbst behandeln. Hier finden Sie Canephron, Cystinol akut, Arctuvan, Solidago, Aqualibra und Durchspülungstees – geprüft von den Apothekerinnen und Apothekern Ihrer echten Apotheke seit 1979, versandkostenfrei ab 39 €.
Wer darf selbst behandeln – und wer nicht
Die Selbstbehandlung ist nur bei der unkomplizierten Blasenentzündung vertretbar: gesunde Frauen ohne Schwangerschaft, ohne Fieber, ohne Grunderkrankungen wie Diabetes oder Immunschwäche, ohne Nierenbeschwerden. Zum Arzt gehören: Männer (Blasenentzündung ist bei Männern fast immer Zeichen einer Grunderkrankung), Kinder, Schwangere, ältere Menschen, alle mit Fieber oder Flankenschmerzen (mögliche Nierenbeckenentzündung), sowie Frauen mit wiederkehrenden Infektionen (mehr als 3 pro Jahr).
Canephron – die umfassendste pflanzliche Option
Canephron N (Dragées) und Canephron Uno (höher dosierte Tablette) enthalten eine Kombination aus Rosmarin, Liebstöckel und Tausendgüldenkraut – das zugelassene Pflanzenmittel wirkt durchspülend, krampflösend und leicht antiseptisch. Es kann mehrere Wochen eingenommen werden und ist auch in der Schwangerschaft nach ärztlicher Absprache anwendbar – ein Vorteil gegenüber Bärentraubenblatt-Präparaten. Wichtig: Canephron ersetzt bei bestehender bakterieller Infektion kein Antibiotikum – es ist ein Begleit- und Präventionsmittel, kein Antibiotikum-Äquivalent.
Bärentraubenblatt-Präparate – stark, aber zeitlich begrenzt
Cystinol akut, Arctuvan und weitere Bärentraubenblatt-Präparate enthalten Arbutin, das im Harn zu Hydrochinon umgewandelt wird – einem antiseptischen Wirkstoff, der direkt auf die Blasenschleimhaut wirkt. Sie sind bei akuter unkomplizierter Blasenentzündung wirksam, dürfen aber maximal 5–7 Tage eingenommen werden (Hydrochinon kann bei langer Anwendung schädlich sein). Nicht bei Nierenproblemen, nicht in Schwangerschaft und Stillzeit, nicht für Kinder. Für die Langzeitprävention sind Canephron oder D-Mannose besser geeignet.
D-Mannose, Solidago & Co. – Ergänzung und Prävention
D-Mannose (bekannt durch Femannose) ist ein einfacher Zucker, der verhindert, dass E. coli-Bakterien (Hauptverursacher von Blasenentzündungen) an der Blasenschleimhaut haften. Als Nahrungsergänzungsmittel darf D-Mannose keine Krankheitsclaims tragen, ist aber gut untersucht – besonders zur Prävention wiederkehrender Blasenentzündungen. Solidago Aristo und Solidacur enthalten Goldrutenextrakt und werden als durchspülendes, entzündungshemmendes Pflanzenmittel bei Harnwegsirritationen eingesetzt. Aqualibra kombiniert mehrere Pflanzenextrakte – ebenfalls als zugelassenes AM bei unkomplizierter Blasenentzündung. Urol Flux als Brausetablette bietet gleichzeitig hohe Flüssigkeitszufuhr. Alles zu Blase und Niere auf Überblicksebene finden Sie unter Blase, Niere & Prostata.
Durchspülungstees – die unverzichtbare Begleitmaßnahme
Brennnessel, Schachtelhalm und Blasen-Nieren-Spültees (Sidroga, H&S, Heumann, Bombastus, Salus) sind zugelassene Arzneitees, die die Harnproduktion steigern und Bakterien aus der Blase spülen. Entscheidend: Mindestens 2–3 Liter täglich trinken – Durchspülung ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr wirkt nicht. Tees sind ideal als Begleitung zu Canephron oder Bärentraubenpräparaten – allein bei bestehender Infektion reichen sie selten.
Canephron oder Femannose – was ist besser?
Canephron ist ein zugelassenes Arzneimittel mit Wirksamkeitsnachweis bei unkomplizierter Blasenentzündung. Femannose (D-Mannose) ist ein Nahrungsergänzungsmittel mit guter Studienlage besonders zur Prävention wiederkehrender E.-coli-Infektionen. Für akute Beschwerden: Canephron. Für Langzeitprävention: D-Mannose. Beides kombinierbar.
Wie lange darf ich Bärentraubenblatt-Präparate nehmen?
Maximal 5–7 Tage und nicht mehr als fünfmal pro Jahr. Nicht bei Nierenproblemen, nicht in Schwangerschaft und Stillzeit. Bei längeren Beschwerden: ärztliche Einordnung nötig.
Was zusätzlich bei Blasenentzündung hilft
Viel trinken (2–3 Liter), Wärme auf dem Unterbauch (Wärmflasche), auf Koffein und Alkohol verzichten, die Blase regelmäßig vollständig entleeren, nach dem Toilettengang von vorne nach hinten wischen – und nach dem Geschlechtsverkehr sofort Wasser lassen (wichtigste Präventionsmaßnahme bei rezidivierenden Infektionen).
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Bei Fieber, Flankenschmerzen, Beschwerden bei Männern oder Kindern: sofort ärztlich vorstellen.
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