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Tinnitus
Tinnitus & Ohrgeräusche: Was hilft – und was die Forschung dazu sagt
Ohrgeräusche – Rauschen, Pfeifen, Summen oder Klingeln – sind ein häufiges und oft sehr belastendes Symptom. Hier finden Sie Präparate wie Tebonin und weitere Ginkgo-biloba-Produkte, die bei Tinnitus eingesetzt werden – geprüft von den Apothekerinnen und Apothekern Ihrer echten Apotheke seit 1979, versandkostenfrei ab 39 €. Und die ehrliche Einordnung, was diese Mittel können und was nicht.
Tinnitus – was dahintersteckt
Tinnitus ist kein Krankheitsbild, sondern ein Symptom – das Ohr oder das Gehörsystem erzeugt Geräusche, die keine externe Quelle haben. Die Ursachen sind vielfältig: Lärmtrauma, Durchblutungsstörungen im Innenohr, Hörsturz, Stress, Verspannungen im Kiefer- und Nackenbereich oder Medikamentennebenwirkungen. Je nach Ursache unterscheiden sich die Behandlungsansätze erheblich. Wichtig vor allem anderen: Plötzlich einsetzender Tinnitus – besonders einseitig – ist ein mögliches Zeichen für einen Hörsturz und gehört am selben Tag zum HNO-Arzt oder in die Notaufnahme. Beim Hörsturz zählt jede Stunde.
Tebonin & Ginkgo – was die Forschung zeigt
Tebonin enthält hochdosierten Ginkgo-biloba-Extrakt (EGb 761) und ist ein zugelassenes Arzneimittel. Ginkgo verbessert die Durchblutung – ein Ansatz, der bei Tinnitus mit vaskulärer Ursache (Durchblutungsstörung im Innenohr) sinnvoll sein kann. Die Studienlage ist gemischt: Einige Studien zeigen eine Verbesserung bei chronischem Tinnitus und Durchblutungsstörungen, andere zeigen keinen Effekt über Placebo hinaus. Die europäische Zulassung von Tebonin bezieht sich auf Hirnleistungsstörungen, zu denen Tinnitus gehören kann. Wichtig: Ginkgo verzögert die Blutgerinnung – wer Blutverdünner nimmt, sollte vor der Einnahme Apotheke oder Arzt fragen. Außerdem: Tebonin braucht regelmäßige Einnahme über mindestens 8 Wochen, um eine Wirkung beurteilen zu können.
Was noch helfen kann – und was nicht
Bei lärmbedingtem Tinnitus wird manchmal Magnesium empfohlen – es gibt Hinweise, dass Magnesium das Innenohr vor Lärmschäden schützen kann, als Prävention bei Konzertbesuch oder Schießsport. Als Therapie eines bestehenden chronischen Tinnitus ist die Evidenz schwach. Reine Nahrungsergänzungsmittel dürfen keinen Tinnitus-Wirkungsanspruch tragen – das ist rechtlich klar. Was dagegen bei chronischem Tinnitus gut belegt ist: Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT), Stressreduktion und kognitive Verhaltenstherapie – das sind keine Apotheken-Produkte, aber die Ansätze mit der stärksten Evidenz. Den Überblick über das gesamte Ohr-Sortiment finden Sie unter Ohr.
Hilft Tebonin wirklich bei Tinnitus?
Die Studienlage ist gemischt. Bei Tinnitus mit Durchblutungsstörung als Ursache gibt es positive Hinweise; bei anderen Ursachen ist der Nutzen weniger klar. Tebonin braucht mindestens 8 Wochen regelmäßiger Einnahme, um eine Wirkung beurteilen zu können. Kein Mittel heilt chronischen Tinnitus; Tebonin kann möglicherweise dämpfen.
Wann ist Tinnitus gefährlich – und wann muss ich sofort zum Arzt?
Plötzlicher, einseitiger Tinnitus – besonders mit gleichzeitiger Hörminderung – ist ein Notfall (Hörsturz). Sofort zum HNO oder in die Notaufnahme – nicht warten. Chronischer, beidseitiger Tinnitus ist meist weniger akut, sollte aber einmal ärztlich eingeordnet werden.
Darf ich Tebonin nehmen, wenn ich Blutverdünner einnehme?
Nicht ohne Rücksprache. Ginkgo biloba verzögert die Blutgerinnung und kann die Wirkung von Antikoagulantien wie Marcumar oder ASS verstärken. Bitte vor der Einnahme Apotheke oder Arzt fragen.
Wie lange muss ich Tebonin einnehmen?
Mindestens 8 Wochen regelmäßig – erst dann lässt sich eine Wirkung beurteilen. Bei positivem Effekt kann die Einnahme länger fortgeführt werden; bitte den Arzt oder die Apotheke einbeziehen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Plötzlicher einseitiger Tinnitus mit Hörminderung ist ein medizinischer Notfall – sofort zum HNO-Arzt.
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