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Durchfall: Erst Elektrolyte, dann Stopp – die richtige Reihenfolge

Bei akutem Durchfall denken die meisten zuerst an Loperamid – dabei ist der Flüssigkeits- und Elektrolytverlust das eigentliche Risiko, besonders für Kinder, ältere Menschen und bei starkem Durchfall. Hier finden Sie Imodium, Elotrans, Oralpädon, Perenterol und weitere Präparate – geprüft von den Apothekerinnen und Apothekern Ihrer echten Apotheke seit 1979, versandkostenfrei ab 39 €.

Elektrolytersatz – immer zuerst

Mit jedem Durchfall verliert der Körper nicht nur Wasser, sondern auch lebenswichtige Elektrolyte: Natrium, Kalium, Chlorid. Reines Wasser, Saft oder Cola ersetzen diese nicht vollständig. Elotrans und Oralpädon 240 (in Erdbeere, neutral und Apfel-Banane) sind speziell zusammengestellte Elektrolytlösungen, die das Verhältnis von Salzen und Zucker so abgestimmt haben, dass die Aufnahme im Darm maximal effizient ist. Für Kinder ist Oralpädon die erste Wahl – es enthält weniger Zucker als Sportgetränke und ist besser verträglich. Bei Säuglingen und Kleinkindern mit starkem Durchfall: sofort mit Elektrolytlösung beginnen und ärztlich einschätzen lassen.

Loperamid – stoppt den Durchfall, aber nicht immer sinnvoll

Loperamid (Imodium akut, Lopedium akut, Loperamid-Generika) verlangsamt die Darmperistaltik und reduziert den Flüssigkeitsverlust über den Stuhl. Praktisch bei Reisedurchfall oder wenn der Durchfall den Alltag oder eine wichtige Situation unmöglich macht. Aber: Durchfall ist oft eine Schutzreaktion des Körpers, der Erreger ausspülen will. Loperamid stoppt diesen Mechanismus – bei bakteriellen Infektionen mit Fieber oder blutigem Stuhl ist das problematisch. Loperamid nicht bei: blutigen Durchfällen, Fieber über 38°C, Kindern unter 2 Jahren, Verdacht auf Salmonellen oder andere invasive Erreger. Lingual-Varianten (Imodium akut lingual, Lopedium akut lingual) sind praktisch unterwegs: Sie schmelzen auf der Zunge ohne Wasser.

Perenterol, Yomogi & Co. – die probiotische Ergänzung

Perenterol forte und Perenterol Junior (Saccharomyces boulardii) sind zugelassene Arzneimittel bei akutem Durchfall mit klinisch belegter Wirkung – die Hefe konkurriert mit Durchfallerregern und stabilisiert die Darmschleimhaut. Sie können gut mit Elektrolytlösung kombiniert werden. Tannacomp enthält Gerbstoffpräparate und Ethacridinlactat – es fällt Proteine an der Darmschleimhaut aus und hemmt so Keime und Flüssigkeitsverlust; eine ältere, aber bewährte Kombination besonders bei Reisedurchfall. Den Überblick über alle Magen-Darm-Mittel finden Sie unter Magen & Darm.

Elektrolyte oder Loperamid – was nehme ich zuerst?

Immer zuerst Elektrolyte – der Flüssigkeits- und Salzverlust ist das Hauptrisiko bei Durchfall. Loperamid kann zusätzlich eingesetzt werden, wenn der Durchfall den Alltag stark beeinträchtigt und kein Fieber oder blutiger Stuhl vorliegt.

Wann darf ich Loperamid NICHT nehmen?

Nicht bei blutigen Durchfällen, Fieber über 38°C, Kindern unter 2 Jahren oder Verdacht auf invasive Bakterien (Salmonellen, Campylobacter). In diesen Fällen gehört Loperamid weggel­egt und der Arzt ans Telefon.

Was für Reisen mitnehmen?

Reise-Apotheke Darm: Oralpädon oder Elotrans (Elektrolyte), Loperamid für Notfälle, Perenterol (Saccharomyces boulardii) als probiotische Unterstützung. Tannacomp ist eine kompakte Kombination speziell für Reisedurchfall. Im Ausland mit hohem Risiko zusätzlich ärztlichen Rat einholen.

Wann muss ich mit Durchfall zum Arzt?

Bei blutigen Durchfällen, Fieber über 38,5°C, Durchfall über 3 Tage, starken Bauchkrämpfen, Zeichen von Austrocknung (schwindelig, kein Urin, trockene Schleimhäute) – und bei Kindern, Säuglingen und älteren Menschen früher als bei gesunden Erwachsenen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke.

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