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Verbandsmaterial: Fixieren ist nicht Komprimieren – welche Binde was kann

Zwei Binden können äußerlich fast gleich aussehen und völlig Verschiedenes tun: Die eine hält sanft eine Kompresse an Ort und Stelle, die andere baut gezielten Druck auf. Hier finden Sie beide Welten von Elastomull, Nobafix, Idealbinde und Pütter – samt der Anleitung, wann welche gefragt ist. Geprüft von den Apothekerinnen und Apothekern Ihrer echten Apotheke seit 1979, versandkostenfrei ab 39 €.

Fixierbinden: Die sanften Halter

Fixierbinden üben keinen nennenswerten Druck aus – ihr Job ist, Wundauflagen und Kompressen faltenfrei zu halten, auch an Gelenken: Elastomull in 6, 8 und 10 cm (im 20er-Vorteilspack ab 1,64 €/Binde), Nobafix als Sparlösung ab 0,84 € pro Binde und die gekreppte Hansaplast-Fixierbinde für 1,35 € für die Hausapotheke. Noch praktischer sind die selbsthaftenden Varianten (Elastomull haft, Idealast-haft, Hansaplast selbsthaftend – auch als schmaler Fingerverband): Sie kleben auf sich selbst, aber nicht auf Haut und Haaren – kein Verrutschen, keine Klammern, und beim Hund im Haus übrigens dieselbe Technik wie beim Tierarzt.

Kompressionsbinden: Druck mit System – und die PECH-Regel

Bei Verstauchung und Zerrung gilt PECH: Pause, Eis, Compression, Hochlagern – und für das C brauchen Sie eine echte Kompressionsbinde: Die Idealbinde (6/8/10 cm) ist der Allrounder für den Stützverband am umgeknickten Knöchel, Nobadur-Kurzzugbinden bauen kräftigen Arbeitsdruck bei Bewegung auf, die legendäre Pütter-Binde und die Dracozink-Zinkleimbinde sind die Klassiker der Venentherapie – Pütter- und Zinkleimverbände wickelt man nach ärztlicher Anleitung, denn hier entscheidet die Technik über die Wirkung. So wickeln Sie richtig: immer herzfern beginnen und herznah enden (am Fuß also von den Zehen Richtung Wade), jede Tour zur Hälfte überlappen, Druck gleichmäßig abnehmend – und Zehen oder Finger frei lassen: Werden sie blau, kalt oder taub, ist der Verband zu fest und wird sofort neu gewickelt. Für Sportler ergänzen Leukotape Classic (unelastisches Tape zur Gelenkstabilisierung) und die polsternde Nobasana-Schaumstoffbinde das Sortiment.

Welche Bindenbreite brauche ich?

Faustregel nach Körperstelle: 6 cm für Finger, Hand und Kinderarme, 8 cm für Handgelenk, Ellenbogen und Unterarm, 10–12 cm für Knöchel, Knie und Wade. Im Zweifel die breitere wählen – sie verteilt den Druck gleichmäßiger und schneidet nicht ein.

Wie lange bleibt ein Stützverband nach dem Umknicken drauf?

Tagsüber stützen, nachts abnehmen – im Schlaf braucht das Gelenk keinen Druck, und die Haut erholt sich. Bessert sich die Schwellung nach 1–2 Tagen nicht, ist Auftreten unmöglich oder schmerzt der Knochen selbst bei Druck: ärztlich abklären lassen, das kann mehr als eine Zerrung sein.

Kompressionsverbände bei arterieller Verschlusskrankheit oder Durchblutungsstörungen nur nach ärztlicher Rücksprache. Bei blauen, kalten oder tauben Zehen und Fingern: Verband sofort lockern. Bei starker Schwellung oder Belastungsunfähigkeit: ärztliche Abklärung. Bei Fragen berät Ihre Ärztin, Ihr Arzt oder Ihre Apotheke.

E-Rezept wird eingelöst

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