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Wechseljahrsbeschwerden: Was pflanzliche Mittel können – von Traubensilberkerze bis Rhabarberwurzel

Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen – die hormonelle Umstellung der Wechseljahre bringt Beschwerden mit, die den Alltag spürbar beeinträchtigen können. Pflanzliche Arzneimittel sind für viele Frauen die erste Wahl. Hier finden Sie Remifemin, Femiloges, Klimadynon und weitere – geprüft von den Apothekerinnen und Apothekern Ihrer echten Apotheke seit 1979, versandkostenfrei ab 39 €.

Traubensilberkerze – der Klassiker gegen Hitzewallungen

Cimicifuga racemosa (Traubensilberkerze) ist das am besten untersuchte pflanzliche Mittel bei Wechseljahrsbeschwerden – besonders gegen Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Remifemin und Remifemin mono sind die bekanntesten Präparate, Klimadynon, Cimifugan und Dr. Böhm Traubensilberkerze weitere zugelassene Alternativen mit dem gleichen Spezialextrakt-Prinzip. Wichtig für die Erwartung: Die Wirkung baut sich über 4 bis 12 Wochen auf – Cimicifuga ist kein Akutmittel, sondern eine Kur. Und ein häufiges Missverständnis: Traubensilberkerze ist kein Phytoöstrogen im klassischen Sinne – sie wirkt nicht über die Östrogenrezeptoren des Brustgewebes. Bei Brustkrebs-Vorgeschichte trotzdem immer erst ärztliche Rücksprache.

Femiloges – Sibirischer Rhabarber für das breitere Beschwerdebild

Femiloges enthält einen anderen Wirkstoff: den Spezialextrakt ERr 731 aus der Sibirischen Rhabarberwurzel. Die Studienlage zeigt Verbesserungen nicht nur bei Hitzewallungen, sondern auch bei Schlafstörungen, Reizbarkeit und erschöpfter Stimmung – dem breiteren Beschwerdebild der Perimenopause. Für Frauen, deren Hauptproblem nicht die Hitzewallung ist, sondern der schlechte Schlaf und die dünne Nervendecke, ist Femiloges eine überlegenswerte Alternative zur Traubensilberkerze.

Remifemin plus Johanniskraut – wenn die Stimmung mitleidet

Remifemin plus Johanniskraut kombiniert Cimicifuga mit Johanniskraut – für Wechseljahrsbeschwerden, die von depressiven Verstimmungen begleitet werden. Die Kombination ist gut untersucht, aber: Johanniskraut hat relevante Wechselwirkungen – es kann die Wirkung der Pille (in der Perimenopause noch relevant!), von Blutverdünnern und anderen Medikamenten abschwächen. Bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme bitte vor Therapiebeginn mit Arzt oder Apotheke sprechen. Die homöopathischen Präparate der Kategorie (Klimaktoplant, Klimax-Gastreu, Bomaklim) sind registrierte Arzneimittel ohne zugelassenes Anwendungsgebiet. Den Überblick finden Sie unter Frauengesundheit.

Blutungen nach der Menopause immer abklären lassen

Jede Blutung, die nach mehr als 12 Monaten ohne Periode auftritt, gehört gynäkologisch untersucht – auch wenn sie schwach ist und wieder aufhört. Meist ist die Ursache harmlos, aber der Ausschluss ernster Ursachen hat Priorität.

Remifemin oder Femiloges – was passt zu mir?

Hauptbeschwerde Hitzewallungen und Schweißausbrüche: Remifemin (Traubensilberkerze). Breiteres Bild mit Schlafstörungen, Reizbarkeit, Stimmungstiefs: Femiloges (ERr 731). Beschwerden plus ausgeprägte depressive Verstimmung: Remifemin plus Johanniskraut – unter Beachtung der Wechselwirkungen. Bei allen gilt: 4–12 Wochen Geduld für die volle Wirkung.

Wann ist eine Hormonersatztherapie sinnvoll?

Wenn pflanzliche Mittel nicht ausreichen und die Beschwerden die Lebensqualität stark einschränken, ist die Hormonersatztherapie (HRT) eine wirksame ärztliche Option – heute individueller dosiert und differenzierter bewertet als früher. Die Entscheidung trifft die Gynäkologin gemeinsam mit Ihnen nach Nutzen-Risiko-Abwägung. Pflanzliche Mittel und HRT schließen sich nicht aus – sie sind Stufen derselben Behandlungsleiter.

Wie lange dauern die Wechseljahre?

Die Perimenopause beginnt oft Mitte 40 und dauert mehrere Jahre; Hitzewallungen halten im Durchschnitt 4–7 Jahre an, bei manchen Frauen länger. Die Beschwerden sind vorübergehend – aber „vorübergehend“ kann Jahre bedeuten, und niemand muss diese Jahre unbehandelt durchstehen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Apotheke. Bei Brustkrebs-Vorgeschichte, Lebererkrankungen und regelmäßiger Medikamenteneinnahme: pflanzliche Wechseljahrsmittel nur nach ärztlicher Rücksprache.

E-Rezept wird eingelöst

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